März 2021

Dieses Jahr war der Spätwinter sehr mild. Das hat seine Vor- und Nachteile.

Schön ist natürlich, dass wir die Sonne genießen können, keine dicke Winterjacke mehr brauchen und die Frühlingsgefühle uns aus dem Haus locken.

Aber großer Minuspunkt ist leider auch die Gefahr von Spätfrösten und die haben uns in der zweiten Märzhälfte noch mal stark eingeholt.

To Do:
– bereits austreibende Pflanzen mit Vlies über Nacht vor dem Frost schützen
-Immergrüne gießen, damit keine Trocknungsschäden entstehen
-der erste Dünger wird ausgebracht.
Kompost verteilt man 1 volle Schaufel auf 1 qm Beetfläche
Kalkstickstoffdünger nach Herstellerangaben ausbringen und einarbeiten. Meist sind dies ca 50g auf 1qm
-Gemüse- und Sommerblühpflanzen vorziehen
-Dahlien in Töpfen im Haus vorziehen um die Blütezeit nach vorne zu verlegen
– Hortensien schneiden
Ballhortensien: Triebe Bodennah abschneiden, ca 10cm über dem Boden
Bauernhortensien: nur Verblühtes 1 cm über einer Blattknospe abschneiden
Rispenhortensien: Triebe um ca 2/3 kürzen
– Wurzelnackte Obstbäume und Rosen pflanzen
– Wenn die Forsythien blühen (nicht vorher!!)
–öfter blühenden Rosen brauchen einen kräftigen Rückschnitt
— Beet-, Edel- und Hochstamm-Rosen werden auf drei bis fünf Knospen zurück geschnitten
— Strauch- und Kletterrosen werden in der Regel nur mäßig geschnitten. Starke und unverzweigte Triebe werden
um die Hälfe eingekürzt
– An den Blühstauden wird nun das Verblühte abgeschnitten. Aber bitte noch nicht häckseln oder entsorgen. Enfach
umgedreht an einen Ast oder Zaun hängen. Oder in einer Gartenecke aufhäufeln. In den Stängeln sind nämlich
noch ganz viele Insekten im Winterschlaf.

Ist das Wetter frostfrei und auch kaum Nachtfrost, so können die ersten Frühlingsblüher wie Hornveilchen oder Primeln gepflanzt werden. Allerdings brauchen diese über Nacht und an Tagen, an denen es nochmals leicht schneit Winterschutz mit einem Vlies oder einer Folie.

Februar 2021

Der Winter hat den Garten im Griff.

Gibt es denn nun etwas für uns zu tun?

Einer der wichtigsten Punkte sind die immergrünen Stauden, wie Eibe, Kirschlorbeer, Buchs und Co. Denn an frostfreien und schneefreien Tagen muss hier gegossen werden, sobald der Boden beginnt aufzutrocknen.
Das geht recht schnell, da auch der Frost die Feuchtigkeit aus dem Boden zieht. Um Trocknungsschäden zu vermeiden, solltet ihr auch hier im Winter nicht Wasser sparen.

Die Gartenvögel werden es euch danken, wenn ihr ihnen auch im Winter den Zugang zu Trinkwasser ermöglicht.
Um das Wasser vor Frost zu schützen haben wir einen TIPP für euch:
Nehmt einen Betonmauerstein, diesen platziert ihr im Garten auf festem Untergrund. In den Stein stellt ihr nun eine Grabkerze, die ihr natürlich anzündet!
Oben auf den Betonstein wird nun noch ein großer Tonuntersetzer gestellt und darin Wasser eingefüllt.
Durch die Wärme der Kerze, die mehrere Tage brennt, bleibt das Wasser frei von Frost und ermöglicht den Vögeln den wichtigen Zugang zu Trinkwasser.

Im Nutzgarten wird auch bereits die erste Aussaat vorbereitet.

Nun könnt ihr bereits vorkultivieren:

  • Paprika
  • Chili
  • Zwiebel
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Kohlrabi
  • erste Tomatensorten
  • Frühsalat

Wichtig beim Kohl und Salat ist, in mehreren Etappen zu sähen. Ich sähe zum Beispiel eine Reihe im Februar, eine im März und eine im April. Dann fällt die Ernte über einen längeren Zeitpunkt.

Januar 2021

Der Winter hüllt das Land in eine schützende Schicht aus weichem, flockigem Schnee.
Braucht es eigentlich Schnee und Frost im Garten?
JA. Definitiv. Denn die Kälte gehört zum Jahresverlauf genauso wie die Wärmeperiode im Sommer. Durch die Kälte werden einige Ungeziefer und Bakterien in ihrer Population eingedämmt.
Außerdem gibt es Pflanzen die sich ohne die Kälte gar nicht weiter vermehren könnten. Diese Pflanzen haben Samen, die man Kaltkeimer nennt. Erst nach einer Kältephase von mindestens 14 Tagen, können diese Samen in der anschließend wärmeren Keimphase austreiben.

Im Januar könnt ihr zum Beispiel Kaltkeimer, die ihr im Herbst vergessen habt auszusäen, nun noch in Anzuchtschalen säen und draußen in den Garten stellen.

Nun denken wir auch bereits an die folgende Gartensaison im Nutzgarten. Wer gerne Paprika, Auberginen, Chili oder auch große Gemüsezwiebeln anbaut, der muss nun bereits an die Aussaat denken. Dies könnt ihr auf der Fensterbank oder falls ihr diesen Luxus habt, auch im beheizten Gewächshaus, tun.

Januar/ Februar ist bekanntlich die Zeit der Gartenplanung. Ein Garten ist nie fertig und ich kenne bis dato keinen Gartenbesitzer, der jemals gesagt hatte, dass sein Garten sich nicht mehr ändern wird. Ein besonderes Augenmerk sollte bei der Planung auch die Beetplanung im Nutzgarten haben und Neuanlagen von Beeten.
Die Planung im Nutztiergarten greifen wir im Februar nochmal genauer auf.